Wie ich zum Heimwerken kam

Heimwerken

Heimwerken Bild 01
Heimwerken Bild 01

Das ist doch noch gut. Da muss doch nur etwas …

Aufgewachsen bin ich bei den Großeltern meiner Mutter.
Ich möchte hier nicht in Nostalgie schwelgen. Aber dennoch die Zeit loben in der es möglich war Sachen zu reparieren.
Ich bewunderte die Gabe meines Opa´s, in aller Ruhe Dinge zu beobachten, zu hinterfragen, zu verstehen.

Meist war der Fehler schnell gefunden und beseitigt. Auch mal „Improvisiert beseitigt“.

Da half ich dann immer mit Finger drauf halten oder ähnlichem.

 

Nicht´s hält länger als ein Provisorium. Opa

Aller Anfang

Meine ersten eigenen Verletzungen Erfahrungen machte ich mit der Laubsäge.
Geduldig immer wieder ein gerissenes Sägeblatt auszutauschen. Die krumm gesägten Teile gerade zu schleifen.
Aus Holz, Leim, Nägeln und Farbe entstand eine Burg mit Zugbrücke. Natürlich mit Hilfe.

Später kam die Modelleisenbahn. Da wurden es schon ein paar Komponenten mehr.
Grundgerüst aus Latten und Sperrholzplatten. Die Metallschienen mussten vereinzelt vorgebohrt werden, um sie mit Schrauben zu befestigen. In der Landschaftsgestaltung wurde mit Gips , Silikon und anderen Haftmitteln gearbeitet.

Heimwerken Bild 02
Heimwerken Bild 02

Die Säge hat mal ein Stück Haut erwischt. Von der Arbeit mit dem Gips sind mal die Fingerkuppen etwas beansprucht worden. Das Silikon hat nicht so gut gerochen.
Die größte Gefahr war nun aber der Strom!

Aufpassen ! Handschuhe tragen ! Atemschutz nutzen ! WEG BLEIBEN !

Wer ist nicht trotzdem mal so ran gegangen?
Es war so. So habe ich gelernt.

Wenn keine Schule war, nahm Opa mich auch mal mit auf die Baustelle.
Ich holte mal Wasser, brachte Sachen von hier nach da und sorgte mit dem Besen für begehbare Wege. Vom Chef gab es mal einen Fünfer für die Spardose.

Im gesamten haben mich diese Einblicke auf vieles vorbereitet.
Vorsicht walten lassen. Mit anderen zusammen Arbeiten. Mal alleine was zu machen. Mit Leuten in Kontakt zu treten.
Aber auch trotz der Bezeichnung „Arbeit“ Spaß haben zu können.
Also Sicherheitsbewusst, im Team, aber auch mal Eigenverantwortlich und Kommunikativ Arbeiten zu können. Was man früher Fertigkeiten nannte heißt heute “Skills”.

In Gedanken an den tollsten Mann, den ich kennen lernen durfte. Meinen Opa
In Gedanken an den tollsten Mann, den ich kennen lernen durfte. Meinen Opa

Dass alles hat meine jetzigen Projekte vorangetrieben und mir ermöglicht meine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Natürlich bleibt mal was liegen oder wird verschoben. Manchmal macht man Fehler, auch große. Es wird auch mal was falsch verstanden.
Der ewige Prozess des Lernens.

Heute denke ich noch bei allen Arbeiten an meinen Opa. Auch Sie haben bestimmt Ihren Mentor, in positiver Weise, im Nacken.
Wie hätte er es gemacht? Würde er das gut finden?

Somit wünsche ich Ihnen ein gutes Gelingen und eine schöne Zeit bei all Ihren Projekten.

Teilen bei

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie können diese HTML-Tags und Attribute verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>